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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Grenzerlebnisse III

Diesmal ohne Korruption, aber dafuer andere Strapazen...

Fuer ca. 20 $, was schon recht viel ist, wartete auf uns am Busbahnhof von Luang Prabang unser VIP-Bus, der uns bis zum naechsten Morgen an die laotisch-thailaendiosche Grenze bringen sollte. Mit solchen Bussen sind wir schon oefters gefahren, aber bisher maximal 7 Stunden. Dies sollte sich an diesem Tag aendern. Um 18 Uhr ging es los....




Bereits nach 2-stuendiger Fahrt ist dem Personal aufgefallen, dass mit dem Bremsen wohl irgendwas nicht stimmt. Kein Problem! Ein paar Schlaege mit dem Werkzeug und die Kiste lief wieder und das alles irgendwo im laotischen Gebirge. Diese "Reparaturmassnahmen" wurden noch das ein oder andere Mal wiederholt. Die ganze Fahrt ueber machten die Bremsen sehr verdaechtige Geraeusche, was wohl die Vermutung zulaesst, dass nach der dritten "Reparatur" der Zustand der Bremse scheinbar scheiss egal war....



Nach 12 Stunden Fahrt auf besseren Holzbrettern hatten wir in der Tat die Hoffnung gleich an der Grenze zu sein....doch weit gefehlt.



4 Stunden spaeter, gegen 10 Uhr kamen wir dann endlich an. Die darauf folgenden 2 Stunden verbrachten wir damit die Grenze zu passieren, was diesmal wirklich sehr einfach war.

Um 12 Uhr erreichten wir mit letzter Not und Kraft den letzten Bus nach Chiang Mai (Nord-Thailand). Der Bus sah auf den ersten Blick sehr modern aus, was er wahrscheinlich auch war. Jedoch war der Bus noch unbequemer wie der Letzte. Mit Schrittgeschwindigkeit tuckerte der Bus die Berge hoch.... und es gab viele Berge.

Gegen 20 Uhr sind wir dann in Chiang Mai angekommen..... nach 26 Stunden haben wir endlich unser Ziel erreicht.

How to ride an elephant? und woher kommen die ganzen Koreaner her?

Der zweite Tag in Luang Prabang sollte unser Adventure-Tag sein. Zunaechst stand Elefantenreiten auf dem Plan. Es handelt sich dabei um den Eco-Tourism in Laos, aber wie gut die Elefanten dort wirklich behandelt werden konnten wir nicht wirklich beurteilen.



Das war unser Mahout, der unser souveraen durch den Dschungel lotste. Doch nicht nur er durfte auf dem Elefanten reiten, sondern auch zwei unbeholfene Europaeer...



Das war eine ganz schoen wackelige Angelegenheit. Und zum ersten Mal hatten wir wirklich das Gefuehl mitten im Dschungel zu sein. Ein kleiner Babyelefant begleitete unsere Karawane und stellte sich sehr tapsig und unbeholfen an, denn er konnte keine 10 Meter laufen ohne hinzufallen, doch er hatte alle Sympathien auf seiner Seite. Ein supertolles Erlebnis!!



Schneller als wir schaun konnten, fanden wir uns in einem MiniVan, vollbepackt mit Koreanern und Japanern. Jeder von ihnen hatte ein Fotoequipment der Superlative dabei, um superkitschige Fotos von den Wasserfaellen zu machen, zu denen wir nun fahren sollten. Scheinbar haben wir das Kleingedruckte uebersehen...
Soweit so gut, auf gehts mit dem Asiaexpress zum Waterfall Park.



Und hier das Objekt der Begierde....Das eigentlich Abenteuer fand an ganz anderer Stelle statt.

Wir stuerzten uns in die Fluten und badeten in bestimmt 15 Grad kaltem Gebirgswasser im Blitzlichtgewitter der Asiaten.



Von den asiatischen Touris angesteckt, machten auch wir unsere kitschigen Fotos, die jedoch wesentlich mehr Stil hatten...



Nach der Gebirgswaesche stiegen wir den steilen, nassen und matschigen Weg hinauf zur oberen Kante des Wasserfalls. Wie man an den zwei Englaendern vor uns sieht, war es echt nicht einfach. Irgendwann waren wir auch dazu gezwungen barfuss durch den Fluss zu stapfen.





Hier mussten wir durch...Doch auch fuer diese Strapazen wurden wir wieder belohnt.



Das I-Tuepfelchen war, dass wir ca. eine halbe Stunde zu spaet zum Asia-Express zurueck kamen und alle schon genervt auf uns gewartet hatten....hihi :D

Weltkulturerbe Luang Prabang

Unsere naechste und letzte Station in Laos ist das UNESCO Weltkulturerbe Luang Prabang. Die Busfahrt dorthin war eine der Schoensten, denn der Bus quaelte sich weit hinauf in das laotische Gebirge und eroeffnete damit einen atemberaubenden Einblick in Landschaft.



Angekommen in Luang Prabang erwartete uns die gemuetlichste und schoenste Stadt auf unserer Reise. Jedes Restaurant, die Maerkte und die Tempel luden zum Verweilen ein. Man sieht sofort, dass viele Foerdermittel in die Stadt einfliessen um den Charme und die Natuerlichkeit zu erhalten.

Eher untypisch ist in dieser Stadt 7 Uhr morgens noch nichts los. Die Laeden waren geschlossen und die Strassen verlassen... sind wir wirklich in Sued-Ost-Asien???



Unsere Wege fuehrten uns zu unzaehlbaren Treppen und das bei sengender Hitze...



... doch total verschwitzt wurden wir belohnt. Hier sieht man erst wie gruen Luang Prabang ist. So eine schoene Stadt, ruhig, gelassen, gruen und entspannend... wo ist der Haken?

Der Nachtmarkt, der unsere Budget stark strapazierte. Man musste hier einfach Geld liegen lassen! Die Atmosphaere auf dem Nachtmarkt zerstreute jedes Schuldgefuehl.



Jaja die asiatischen Fruitshakes... das muss Liebe sein!