Dienstag, 7. Oktober 2008

Ankunft in Phnom Penh

Nach unserem erreignissreichen Tag in Angkor gings am naechsten Tag weiter nach Phnom Penh. Unser Schlafmangel machte sich an diesem Morgen besonders bemerkbar. Die folgenden Tage in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodscha wollten wir daher entspannter angehen.

Unsere Busfahrt war ausserst entspannt, weil wir einen richtig komfortablen Reisebus hatten. Das Einzige, das un Traenen in die Augen trieb, waren Rambo auf Khmer und weitere 4 Stunden Karaoke. Dabei wurden wir mit theatralischen Liedern konfrontiert, die mit noch herzzerreissenden Videos untermalt wurden. Das alles in voller Lautstaerke.

Hart im Nehmen, wie wir nunmal sind, haben wir die Reise aber recht gut ueberstanden.

Die immer wieder verblueffende Landschaft, die an und vorbeirauschte.



Unser erster Eindruck von Phnom Penh : Asiatisches Chaos am Rande der Grossstadt (Anna findet es hat seinen Charme, Christopher findet es haesslich....entscheidet selbst ;))



In Phnom Penh angekommen erwarteten uns schon die uebermuetigen Tuk-Tukfahrer...wir erwischten ein ganz besonders geniales Exemplar, der wie wir meinen uns um einen Dollar beschissen hat. Nicht falsch verstehen, in Kambodscha ist ein Dollar sehr viel!!
Nichts destotrotz kamen wir irgentwie dann doch noch in unerem ganz akzeptablen Guesthouse an. Die hohe Luftfeuchtigkeit in unseren "Gemaechern" war ganz klar an der dezenten Schimmelpilzbildung zu erkennen. Ameisenkarawane inklusive ;)


Uns wurde schnell bewusst, dass Phnom Penh sehr viele unterschiedliche Fassetten hat. Einerseits wurde man am Fluss von Bettlern und Haendler belagert, anderseits zeigte sich beim Einbrechen der Dunkelheit in den oeffentlichen Parks ein reges Treiben. In den kuehlen Abendstunden treffen sich zahlreiche Khmer zum Fussball oder anderen Spielen. Man hat das Gefuehl sobald es dunkel wird findet dort ein Volksfest statt oder aehnliches.
Auf dem linken Bild sind ein paar Vogelverkaeufer zu sehen. Siw Khmer sagen, wenn man einem Vogel die Freiheit schenkt bringt es Glueck...Diese Logik ist doch eher fraglich, wenn man den Vogel vorher seiner Freiheit beraubt und mit geschaezten 50 Artgenossen in einen kleinen Kaefig sperrt.
Auf dem rechten Bild sieht man den Royal Palace, die aktuelle Residenz von Koenig und Koenigin....so laesst es sich leben!!!

Mit riesigem Hunger machten wir uns auf die Suche nach etwas essbaren. In einem gut besuchten Khmerrestaurant wurden wir schnell fuendig und wurden wie an vielen Orten die Hauptattraktion des Abends. Wir wollen gar nicht wissen wie bloed wir uns beim Essen angestellt haben. Es war sehr lecker!!!





Die Tempel von Angkor

Hallo : )

Jetzt verbringen wir schon unseren zweiten Tag in Phnom Penh. Natuerlich wollen wir euch die vergangenen Tage nicht vorenthalten. Es ist viel passiert!
Unser zweiter Tag in Siem Reap began sehr frueh. Um 4 uhr morgens quaelten wir uns aus dem Betten begleitet von der himmlischen Stimme eines uns unbekannten Saengers. Wir werden nie erfahren wer das war...

Das fruehe Aufstehen wurde mit einem traumhaften Sonnenaufgang vor den Tempeln von Angkor belohnt.



Die unfassbareb Einduecke dieser gigantischen Bauwerke und das Naturerlebnis sind kaum in Worte zu fassen, deswegen hoffen wir, dass die Bilder es ansatzweise vermitteln koennen.





Jeweils vor den Tempelanlagen bzw. auch teilweise innen drin wurden wir von Kindern belagert, die uns Postkarten, Buecher, Wasser und andere Dinge verkaufen wollten. Wir haben eigentlich konsequent alle Angebote abgelehnt nur bei einem kleinen Maedchen wurde der weibliche Part der Reise weich....


Es war ein Angebot, das wir nicht ablehnen konnten...

Unser Tag in endete mit Offroadexpedition der besonderen Art...


Unser lieber Tuk-Tukfahrer riet uns den letzten Tempel zu durchqueren und wollte auf der anderen Seite auf uns warten. Am Ausgang des Tempels wurden wir bereits von mehreren Mopedfahrern erwartet, die uns zu unserem Tuk-Tuk bringen wollten. Das fanden wir sehr seltsam...weshalb wir zunaechst unbeindruckt weiterliefen. Der Grund fuer den riesen Auflauf an Mopedfahrern wurd uns promt eroeffnet. Die Strasse vor uns war ueberschwemmt. Zu stolz, um auf das Angebot der Mopdfahrer einzugehen wateten wir durch knietiefes Wasser zu unserem Tuk-Tukfahrer. Uns stand das Wasser in den Schuhen!!!
Ob unser Tuk-Tukfahrer von dem Zustand der Strasse wusste, werden wir nie erfahren. Wir gehen aber schwer davon, dass er fuer diese Aktion sicherlich eine kleine Provision von den Mopedfahrern bekommt...

Samstag, 4. Oktober 2008

Siem Reap

In Siem Reap sind wir in einem ganz netten Gasthaus angekommen, was jedoch an das Royal Hotel in Battambang nicht herankam. Inklusive Bett und Bad gabs es ein suessen Haustier. Klaus begruesste uns bereits sehr herzlich im Badezimmer.


Unsere Hauskakerlake Klaus

Super leckeres Dessert im Butterfly Garden. Die Schmetterlinge, die es dort wirklich gibt haben leider schon geschlafen als wir dort ankamen. Diese werden von Kinder gesammelt, welche dafuer Geld bekommen um in die Schule besuchen zu koennen.



Unser erster Tag in Siem Reap klung also gemuetlich aus.
Morgen geht es in die Hauptstadt von Kambodscha, Phnom Penh.

Boattrip von Battambang nach Siem Reap

Fuer unseren Weg von Battambang nach Siem Reap entschieden wir uns Speedboat zu nehmen.
Die Strecke gilt als eine der schoensten und wir wurden nicht enttaeuscht. Die Reise ging 6.30 Uhr am Peer von Battambang los.



Die durchaus sehr unbequeme Reise dauerte ca. 6 Stunden. Sie gestaltete als aeusserst abwechslungsreich und interessant. Nicht nur wegen der wunderschoenen Landschaft sondern auch wegen den Khmer die mit uns mitfuhren. Die Reise fuehrte durch entlegene Flusslandschaften mit teilweise sehr engen und kurvenreichen Flussabschnitten und fuehrte zuletzt in den riesigen Tonle Sap, dem groessten See Suedostasiens. An manchen Stellen konnten wir das Ufer nicht mehr sehen. Dabei sind die Ortskenntnisse einfach verblueffend, denn ein grosser Teil der Strecke war mit Wasserpflanzen ueberdeckt wodurch eine Navigation durch diese Gewaesser fuer uns unmoeglich schien. Die Khmerkombination "Alter Hase" mit unendlicher Ortskenntnis und einem jungen Fahrer mit ausreichend Bezin im Blut erwies sich als aeusserst erfolgreich.



Die Khmer investieren viel Zeit in ihren Nachwuchs, dabei finden sie einen Mittelweg zwischen Fuersorge und Authoritaet. Kambodscha kann man als sehr kinderfreundliches Land bezeichnen.
Die Khmer sind nicht mit uns bis nach Siem Reap gefahren sondern vor dem Tonle Sap in ihren sdchwimmenden Siedlungen ausgestiegen.


Links sieht man ein schwimmendes Khmerhaus einer Fischerfamilie in einer sehr laendlichen Region, welches aus Bambus und Gras hergestellt wird. Das Rechte ist noch in der Naehe von Battambang aufgenommen und steht auf Stelzen.


Zur Halbzeit wurde dann eine kleine Pause in einer Flusssiedlung gemacht um sich ein wenig die Beine vertreten zu koennen, denn das Sitzen wurde bereits nach kurzer Zeit zu einer recht schmerzhaften Angelegenheit....


Die wunderschoene Landschaft des Tonle Sap.

Gegen Mittag sind wir dann in Siem Reap angekommen und wurden von mehreren TukTuk-Fahrern quasi ueberrannt worden.

Trotz langer Reise ist diese Art der Fortbewegung mehr als zu empfehlen. Die abwechslungsreiche Landschaft und die Khmer haben uns in ihren Bann gezogen.



Battambang

Den folgenden Tag verbrachten wir in Battambang, der zweitgroessten Stadt in Kambodscha. Noch immer sind die Spuren der franzoesischen Kolonialherrschaft in Staedtebau und Architektur erkennbar.
Unser Tag begann wie immer recht frueh auf der Dachterasse unseres Hotels. Wir wurden von Buffalo, einen befreundeten Motofahrer von Julian abgeholt, der uns dann zu einem weiterem Erbe der Franzosen brachte, dem Bamboo-Train. Dabei sind lediglich die Schienen von den Frnazosen errichtet worden. Der Bamboo-Train ist ein lokales Transportmittel der Khmer.
Auf dem Weg dorthin hat uns Buffalo, dank seiner guten Englischkenntnisse, viel von der Umgebung und der Kultur der Khmer zeigen koennen.


Dies ist das Haus einer alten Khmerfrau, die uns auf 2 Grapefruits zu sich eingeladen hat. Soviel Offenheit und Gastfreundschaft haetten wir nicht erwartet. Eine weitere Ueberraschung war, dass die Grapefruit entgegen aller Erwartungen, eher suess und mild war. Generell werden die Fruechte hier eher im Fruehstadium gegessen, wodurch sie eigentlich immer von unserem gewohnten Geschmack abweichen.


Hier in Kambodscha wachsen viele verschiedene Arten von Bananen und es werden hier nicht nur die Fruechte gegessen, sondern auch die lila Blaetter der Bluete.


Zwei "Barrang" auf dem Bamboo-Train. Die Strecke bestand nur aus einem Gleis, wodurch sich zwei entgegenkommende Trains darueber einigen mussten, wessen Zug vom Gleis gehoben werden muss. Aufgrund unseres Touribonusses konnten wir gluecklicherweise immer sitzenbleiben. Der Bamboo-Train wird mit einem kleinen Motor angetrieben, welcher ein unerwartet hohes Tempo schaffte. Auf der Rueckfahrt sind dann noch ein paar Khmer eingestiegen. Neugierig wurden wir begutachtet.

Am Nachmittag haben wir uns ein Moped mit Halbautomatik ausgeliehen, was aber nach 2-minuetigem Crashkurs von Julian leicht zu erlernen war. Daraufhin sind wir zu dritt mit 2 Mopeds durch die Umgebung von Battambang gerauscht bis zum einem abgelegenen Tempel aus der Angkorperiode.


Hier beteiligt sich Anna am Nationalsport der Khmer: Dem Chillen in der Haengematte
Das Highlight dabei war ein unglaublich erfrischender, frisch gepresster Zuckerrohrsaft.
Bei der Besichtigung des Tempels haben uns ein paar Khmerkinder begleitet, welche sehr neugierig auf den Inhalt unserer Taschen waren. " Hello Barrang, one dollar?" ;)


Der Tag endete mit dem Verzehr einer eiskalten Dragonfruit. Der Geschmack aehnelte sehr stark einer Kiwi.

Grenzerlebnisse

Nach 2 eindrucksvollen Tagen in Bangkok ging unsere Reise weiter zu unserem eigentlichen Ziel nach Kambodscha. Eigentlich sollte es 6.30 Uhr mit der Busfahrt nach Poipet (Grenzuebergang) losgehen, aber nach thailendischem Zeitgefuehl fuhr der Bus samt Julian und uns erst um 8 Uhr los. Die Zeit vergeht hier einfach etwas langsamer.
Angekommen in Poipet kreiste der Geier der Korruption ueber unseren Koepfen. Es ist erstaunlich wie viele Leute an der Taxifahrt die wir bezahlt haben etwas verdienen. Der Taxifahrer stieg mehrmals aus um irgendwelch Leute zu bezahlen, damit wir weiterreisen konnten. Die Korruption ist in Kambodscha ein entscheidender Bestandteil des Einkommens. Ein Polizist verdient im Monat ca. 20 $, was nicht einmal fuer ihn alleine reicht, geschweige denn fuer seine Familie.
In Asien sagt man das Taxifahrer in Kambodscha so schnell fahren, dass sie ihre Seelen zu Hause zurueck lassen. Im Prinzip faehrt hier auf den Strassen jeder wie er will, was im ersten Augenblick unfassbar chaotisch erscheint. Bei naeherem Betrachten faellt aber auf, dass sich der Verkehr wie ein Strom verhaellt an dem man sich ganz einfach anpasst.
Unsere Seelen haben wir auf jedenfall behalten nach 2 Stunden in Battambang angekommen sind und im Royal Hotel eincheckten. Uns erwartete ein wunderschoenes und sauberes Zimmer fuer ganze 7 $.

Freitag, 3. Oktober 2008

One day in Bangkok

Nach langer Abwesenheit sind wir wieder online und sehen mittlerweile unserer Abreise in Battambang entgegen. Demnach muss uns beiden Abenteurern viel passiert sein!!

Nachdem wir unseren peinlichen Trip durch die Universitaet von verkraftet haben sind wir nachmittags losgezogen um auf eigene Faust Bangkok zu erforschen. Dabei haben Speedboat, Tuk Tuk und thailaendischer Gammelbus uns zum"'lieing Budda" und zum Golden Mountain gefuehrt.Bei gefuehlten 50 Grad stellten die Treppen die zum Golden Mountain fuehrten ein schier unueberwindbares Hinderniss dar, doch wir stellten uns der Herausforderung und haben ihn bezwungen.
Das soll jetzt aber alles nicht nach einer typischen Sightseeingtour klingen. Die Schwierigkeit bei alldem bestand darin, den Weg selbststaendig zu finden, was bei der Undurchsichtigkeit des oeffentlichen Verkehrs gar nicht so leicht war. Generell galt: Der Weg ist das Ziel!!


Speedboat ... ein sehr beliebtes Verkehrsmittel fuer die Thais. Es sieht auf den ersten Blick nicht schnell aus, aber es macht schon gut Dampf :))


(Frische) Ware auf den Maerkten am Fluss


Das wahre Thaileben, abseits der Tourismusshochburgen


Auch der Monsun.... konnte uns nicht aufhalten (oder auch leichtes Nieseln).

Leider muessen wir jetzt erstmal aufhoeren und ein Bier trinken gehen im Gecko Cafe. Morgen geht es mit einem 8 Stunden Boot-Trip nach Siem Reap zu den Tempeln von Angkor auf den Spuren von Tomb Raider.....