Sonntag, 21. November 2010

Impressionen Christchurch

Am Dienstag bin ich nun in Christchurch angekommen und eigentlich gibt es gar nicht so viel über die Stadt zu berichten. Am Flughafen hatte ich einen 15 Minuten Chat mit dem Busfahrer, der mir ein paar Tips gegeben hat was ich alles machen soll in Neuseeland und wie ich mich am Besten vor den Sandfliegen schütze.

Am 4. September wurde Christchurch ein wenig durchgeschüttelt. Bis jetzt sind noch nicht alle Schäden beseitigt, wie man an den folgenden Bildern erkennen kann:






Da Christchurch auch als 'Garden City' bezeichnet wird habe ich mich im Auftrag der Flowerpower auf den Weg in den botanischen Garten gemacht und bin mit diesen Bildern zurückgekommen:

Der botanische Garten in Christchurch ist offenbar die Heimat unzähliger Entenfamilien. Unfassbar, habe sicher 10 gesehen und die lassen sich nicht mal verscheuchen. Kiwi-Mentalität, einfach alles gaaaaanz gemütlich sehen!!!



Flowerpower Alarm







Danach ging es noch ans Meer bzw. an den Strand und ich muss sagen so einen düsteren Strand habe ich auch noch nicht gesehen:



Am nächsten Tag wollte ich meine erste Wanderung starten und habe dabei ein altes englisches Paar getroffen und mich denen angeschlossen. Alex und Betty. Sehr lustig.



Hier ging es hoch, bei gefühlten 50° in der Sonne!!!



Oben angekommen ging es dann entlang des Crater Rim Walks. Früher (wahrscheinlich Millionen Jahre her) waren an dieser Stelle mehrere Vulkane.



Es ging dann über Stock und Stein, Berg auf Berg ab bis zu einem ehemaligen Atillerie Stützpunkt aus dem zweiten Weltkrieg, welcher den Zweck verfolgte die Japaner in Schach zu halten.







Danach ging es wieder in Richtung Zivilisation um sich ein kühles Bier zu gönnen!

Das wars von Christchurch. Nächster Stop Queenstown. Dazu muss gesagt werden, die Fahrt nach Queenstown war wohl die lehrreichste in meinem ganzen Leben. Der Busfahrer hat pausenlos geredet und von neuseeländischen Oppossums bis hin zu Bewässerungssystemen in Neuseeland ALLES im Detail erklärt!!!

Mittwoch, 17. November 2010

Chris & Chris

3 Tage bevor ich Brisbane verlassen habe ging es nochmal auf ne kleine Safari mit Chris, einem australischen Studienkollegen von mir, der mich zu verstecken und geheimen 'Rockpools' geschleppt hat. Die Rockpools sind, wie der Name schon andeutet, Pools die durch einen Wasselfall ins Gestein gespült wurden.



Die ganze Sache war natürlich brandgefährlich



Wir haben also den ersten Rockpool in der Nähe von Brisbane angesteuert, welcher von oben so aussah:



Von dieser Position ging es dann auch ins Wasser:




Danach ging es zu einem zweiten Rockpool, der mitten im Nirgendwo irgendwo im Wald lag in einem National Park:



Idyllisch oder?



Auch hier haben wir uns auf waghalsige Weise von den Klippen gestürzt



Danach haben wir uns ein klassisches dickes australisches Steak gegönnt und sind wieder zurückgefahren mit einem kleinen Umweg an den Strand um das Steak wieder zu verdauen

Ein Ausflug in die australische Geschichte

Die Geschichte des Australiens so wie wir es heute kennen, beginnt am 22. August 1770 als Lieutenant James Cook die britische Flagge auf Australiens Ostküste hisst. Die Tatsache, dass die Briten Australien besetzt haben beruht mehr oder weniger auf ein Falschinformation (ob Versehen oder Absicht will nicht beurteilen), denn die Briten dachten, dass bis auf ein paar einheimische Nomaden niemand dort lebe. Dies bedeutete, dass Australien als ‚terra nullius‘ betrachtet wurde, was soviel bedeutet, dass das Land niemandem gehört.

18 Jahre später begannen die Briten dann den neuen Kontinent zu bevölkern und zwar mit Sträflingen, nämlich 700 an der Zahl. Aufgrund der neuen und auch wachsenden Bevölkerung kam es zu Nahrungsengpässen bei den Aborigines, da die Briten zu viele Kangaroos getötet, zu viele Fische gefangen haben und die Flüsse zu stark verschmutzt haben.

Die zahlreichen Auseinandersetzungen die daraufhin stattgefunden haben kann man nur erahnen, deswegen mache ich einen größeren Sprung zu einem weiteren traurigen Punkt in der australischen Geschichte, der sogenannten ‚Stolen Generation‘. Zwischen 1909 und 1938 wurden alleine in New South Wales 2000 Kinder aus Aborigine Familien gerissen. Es handelte sich dabei ausschließlich um Mädchen, die dem ‚weißen‘ Lebensgewohnheiten ‚angepasst‘ werden sollten um anschließend in eine ‚weiße‘ Familie einzuheiraten. Das höhere Ziel der ganzen Aktion war es einfach, das Blut der Aborigines auszulöschen.

1962 gab es dann den ersten Lichtblick in der Geschichte, das Wahlrecht wurde so angepasst, dass die Bevölkerung der Aborigines wählen gehen durfte.
1967 wurde die australische Verfassung dahingehend geändert, dass bei einer Volkszählung Aborigines mitgezählt wurden.

Nach all den Jahren der Verbrechen gegenüber den Einheimischen, die den australischen Kontinent ca. 40.000 Jahre bevölkerten gibt es jetzt einen nationalen ‚Sorry Day‘ und eine darauffolgende ‚Reise der Heilung‘, welches das neue Verständnis zwischen den Einheimischen und den Nicht-Einheimischen wiederspiegeln soll.

Weitere Impressionen von Sydney...

Die wahrscheinlich schönste Vogelscheuche der Südhalbkugel:



Statuen im Hide Park:



Der Hide Park:



SpongeBob, der Weihnachtsmann und Shreck auf einem Fleck? Kein Problem!:



RED BULL - Flugtag

Mal sehen was die Kollegen schaffen....



Uuups. Das war wohl nicht einmal ein ganzer Meter



Da machen es die hier schon besser:



Bei diesen Flugversuch sehen die Prognosen eher düster aus...

SYDNEY

Nach einer langen Pause gibt es wieder etwas zu Berichten. Die letzten Wochen waren mehr oder weniger stressig, da in allen 4 Fächern irgendwelche Abgaben anstanden. Mittlerweile bin ich in Neuseeland, besser gesagt in Christchurch, und genieße das schöne Leben :)) !!
Bevor ich auf Neuseeland eingehe gibt es erst einmal einiges nachzuholen. Vom 2.11 bis 8.11 ging es für mich nach Sydney.
Sydney ist vielleicht nicht schöner als Brisbane, verbreitet aber definitiv mehr Großstadtflair.



Ein zweiter schöner Aspekt sind die Wohnviertel die noch zu großen Teilen aus dem alten britischen Kolonialbau bestehen, welcher wirklich sehenswert ist.




Insgesamt ist es aber schwierig zu sagen, dass Sydney 'besser' ist als Brisbane, da zumindest für mich Reisen und Leben zwei verschiedene paar Schuhe sind. Ich sehe Sydney wahrscheinlich einfach mit anderen Augen als Brisbane.
Meine erste Etappe führte mich in den botanischen Garten. Da sich meine Biologiekenntnisse in Grenzen halten gibts nur Bilder:






Bei dem letzten Bild handelt es sich um das Government House.

Um dem Gartentag einen draufzusetzen bin ich anschließend noch in den Chinesischen Garten gegangen. Auch hier Bilder:






Um es kurz zu machen, das Technikmuseum sieht ähnlich aus wie alle anderen auf der Welt, es geht los bei der Dampfmaschine und den ersten Uhren auf der Welt und endet mit Spaceshuttles. Der eigentlich interessante Teil waren die 'bedeutenden' australischen Erfindungen und den Visionen für die Zukunft.
Ich will keine Australier beleidigen, aber im Großen und Ganzen haben die nur Schmu erfunden. Die einzigen nennenswerten Erfindungen waren aus meiner Perspektive die sogenannte Eisenlunge und die Blackbox für Flugzeuge. Der Rest war so belanglos, dass ich ihn schon wieder vergessen hab.

Das hier ist die Blackbox. Von der Eisenlunge hab ich kein Bild gemacht (ich glaube in einem meiner vorherigen Einträge ist ein Bild davon drin).



Die Zukunftsvision australischer Ingenieure waren hingegen ein wenig interessanter. Das wäre zum einen Löschfahrzeug welches aussieht wie eine Tötungsmaschine aus einem Computerspiel. Es ist aber für das Gegenteil gedacht, nämlich Menschen retten, indem es im schwierigen Terrain einsetzbar ist und sogar funktioniert wenn es vollkommen von Flammen eingeschlossen ist.



Das nächste wäre der altbekannte Poller um die Geschwindigkeit von Fahrzeugen zu reduzieren. Aus meiner Sicht vollkommen unnnötig, da es nur der Bequemlichkeit des Autofahrers dient. Die Idee ansich ist aber trotzdem super interessant. Der Poller ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die sich je nach Fahrzeuggeschwindigkeit verhärtet oder eben nicht. Heißt, wer langsam fährt merkt nichts vom Poller, wer zu schnell fährt bekommt was auf die Socken.



Das letzte was ich im Angebot habe ist ein medizinisches Gerät, welches ein zu transplantierendes Herz beim Transport am Schlagen hält. Ich bin kein Mediziner, hört sich aber nach einer vernünftigen Idee an.



Auf meinem Weg zum Aquarium habe ich noch eine kleines Orchester gefunden. Bemerkenswert ist wieder die australische Mentalität 'Hauptsache lässig und cool', heißt alle müssen natürlich Sonnenbrillen tragen, obwohl es eigentlich geregnet hat ohne Ende.



Zum Aquarium. Da meiner Kamera leider Schrott ist und es in diesem Gebäude recht dunkel war, sind die meisten Bilder von sehr bescheidener Qualität, aber seht selbst (nur 2 Bilder waren es wert hochgeladen zu werden):




Am nächsten Tag ging es in die Blue Mountains. Die Zugfahrt dort hin dauerte ca. 2,5 Stunden. Es hat nicht einen einzigen Tropfen geregnet. Ich steige aus und es fängt natürlich an. Ich mache mich aber stur und unbeirrt auf den Weg, nachdem ich mir eine Karte und den Rat, ich solle doch bitte nicht von einer Klippe springen, bei der Touri-info abgeholte habe.
Ingesamt bin ich 3-4 Stunden gewandert und habe das ein oder andere sehenswerte Bild geschossen:








Am letzten Tag ging es dann noch zum Manly Beach, wobei der Weg dort hin schöner war als der Strand selbst. Ich konnte nämlich das klassische Bild von Sydney schießen, mit der Oper und der Brücke!