Sonntag, 19. Oktober 2008

Endlich in Pakse.....

Nach unserem Zwangsaufenthalt in Don Det ging es morgens nach Pakse mit einem VIP-Bus...es war eher ein Viehtransporter, aber egal. Es hat Spass gemacht und er hat uns nach Pakse gebracht, wo wir eigentlich schon gestern sein wollten.



In der kleinen Stadt erwartete uns ein Boatrace-Festival. Dieses Festival fand im ganzen Land statt uns es geht im Prinzip darum welche Mannschaft am schnellsten ihr Kanu ans Ziel befoerdert. Es handelte sich dabei eher um ein Volksfest als ein professioneller Wettkampf. Wir wussten nicht genau wo wir uns das Rennen anschauen sollten und landeten prompt als einzige Auslaender in der Pakse-Fankurve oder so. Jedenfalls fuetterte man uns mit getrockneten Bananen und anderen Kram...



Der Festzug am Abend davor



Es handelt sich hierbei um 2 lange Holzboote, die mit Kerzen verziert wurden und die Nacht erleuchteten. Umrahmt wurde das alles mit einem Feuerwerk, bei dem die Raketen auch mal Menschen als Ziel hatten. Insgesamt ein wirklich schoener Abend.

Am naechsten Abend haben wir Pakse mit dem Nachtbus verlassen muessen.

Ziel: Vientiane...

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Gefangen im Paradies

Nun waren wir gefangen auf einer Insel im Nirgendwo, welche sich jedoch als paradiesisch erwies. Mal wieder strandeten wir in einer anderen Welt. Man hat das Gefuehl, die Zeit dreht sich hier langsamer... selbst Robinson Cruseo waere hier geblieben und haetten wir noch mehr Zeit gehabt und nicht so angepisst, wir auch!!

Unsere Unterkunft kostet ca 1$ die Nacht und war wirklich sehr Basic :) Aber die direkte Lage am Mekong machte das wieder wett.



Auch die bereits angesprochenen Franzosen Pierre und Delphine checkten hier ein. Wir beendeten den anstrengenden Abend mit einem leckeren Essen und ausreichend LaoBeer.



Anhand der Bilder stellt sich die Frage wer wohl mehr getrunken hat.

Christopher gings am naechsten Morgen sehr gut, was wohl mit Anna war.....

Dienstag, 14. Oktober 2008

Grenzerlebnisse II

Wer unsere erste Geschichte vom Grenzuebergang von Thailand nach Kambodscha interessant fand, der sollte sich folgende Story sehr genau durchlesen ;)

Unsere Reise begann schon merkwuerdigerweise erst um 8 Uhr, was fuer asiatische Verhaeltnisse sehr spaet ist. Vollbepackt machte sich der MiniVan auf nach Stung Treng. Das erste Highlight war eine lautstarke Diskussion zwischen zwei Backpackern, die sich ungefaehr so anhoeerte: Fuck You!......Fuck YOUUU!! usw.
Wir kamen bereits nach 2 Stunden Fahrt um 10 Uhr in Stung Treng an, obwohl man uns vorher sagte, dass die Fahrt 4 Stunden dauern wuerde. Diese 4 Stunden wurden dann auch durch eine 2 stuendige Zwangspause erreicht. Dieser Umstand machte uns dann doch schon sehr sehr stuzig, aber was sollten wir anderes machen als warten und dann um 12 mit einem anderen Fahrer und einem anderen Bus weiterzufahren. Die Grenze wurde durch 2 Holzhuetten und ein paar Polizisten gebildet....mehr nicht. Ganz anders als in Poipet gab es keine Moeglichkeit auf ein anderes Verkehrsmittel umzusteigen, weder Taxi noch TukTuk.
Unser Ticket sollte uns eigentlich die Moeglichkeit eroeffnen direkt an EINEM Tag nach Pakse zu kommen, doch an der Grenze erklaerte man uns, dass das jetzt doch nicht moeglich sei und wir in Nagasan uebernachten muessen.
Einen Tag zuvor haben wir enorm viel Zeit und Geld (28$) investieren muessen um ein Ticket fuer den direkten Weg nach Pakse zu bekommen!!!! AAAAAAAARG!!!!!!!!!!!!!!!
Aber den anderen Backpackern ging es auch nicht besser. Festgenagelt im Nirgendwo bei sengender Hitze mussten auch die anderen einen ueberhoehten Preis in die naechste Stadt bezahlen. Zwei Franzosen wollten bei diesem Spiel nicht mitmachen und sind einfach losgelaufen und wurden wenig spaeter von einem Taxi aufgenommen, welches leider mit der gleichen koruppten Bande zusammenarbeitet, auf die auch wir reingefallen sind. Das Taxi brachte die beiden zur naechsten Bushaltestelle fuer 2$ wo sie dann auf unseren MiniVan warten durften um dann doch 8$ zahlen zu duerfen um nach Nagasan zu kommen.
An dieser Bushaltestelle erfuhren wir, dass der eigentlich Preis nach Nagasan 3$ war und, was noch ein viel groesserer Schock fuer uns war und uns endgueltig die Augen oeffnete, dass alle laotischen Busse nach Pakse und Nagasan bereits abgefahren sind. Jetzt wurde uns auch klar warum die Fahrt dermassen verzoegert wurde. Das Ziel der kambodschanischen Transportmafia war es im voraus die Fahrt so anzulegen, dass wir den Anschluss nur verpassen konnten. So ging die Reise weiter - Die Stimmung im Bus war am Tiefpunkt - nach Nagasan. Auch dort sollten wir nicht uebernachten sondern wurden weitergeschickt nach Don Det, eine der 4000-islands im Mekong. Man versprach uns, dass die Bootsfahrt dort hin kostenlos sei, was sich aber dann als Irrtum erwies.
Jetzt platzte uns der Kragen und die ganze Gruppe weigerte sich fuer das Boot zu bezahlen. Dank unsere rhetorisch begabten Franzosen mussten wir dann doch nichts zahlen. Nach 5 minuetiger Bootsfahrt kamen wir endlich in Don Det an.
Eigentlich wueder eine direkte Fahrt nach Pakse 5 Stunden dauern, aber dank unseres netten Transportunternehmens wurde die Reise auf 2 Tage ausgedehnt. Dennoch koennen wir uns kaum Vorwuerfe machen, da das Netz der Korruption bereits in Kratie begann und sich wahrscheinlich bis nach Pakse ausdehnt. Demnach hatten wir keine andere Wahl....

DENNOCH behalten wir Kambodscha in guten Erinnerung auch wenn der Abschied denkbar scheisse war.

Der Irrawaddy-Delphin in Kratie

Nach aufregender Fahrt in einem ueberfuellten Bus ohne Klima, aber dafuer mit sehr viel Kornsaecken und Teppichen, wurden wir mitten auf der Landstrasse ausgesetzt und von 2 Motorradfahrern nach Kratie mitgenommen.



Diese 2 lustigen Menschen haben wir im Bus kennengelernt und wurden auch waehrend der ganzen Fahrt recht passabel durchgefuettert. Unsere europaeische Herkunft hat uns das Mittagessen gesichert. Der Mann war anscheinend Mediziner, nach seiner Aussage... sein Pass sagte aber etwas von Police Officer. Er hatte aber auch einige medizinischen Zeitschriften dabei. Wir werden nie erfahren, wer er wirklich ist....aber troztdem danke fuers Essen!!!

Am naechsten Morgen gings mit dem Roller ab zu den Delphinen im Mekong. Die naechste Stunde galt der Jagd nach dem Irrawaddy-Delphin. Dieser ein sehr undankbares Fotoobjekt, denn kaum ist er aufgetaucht, ist er auch schon wieder weg. Doch Paparazzi-Christopher hat dann doch das ein oder andere brauchbare Foto machen koennnen. Mit einem schoenen Sonnenbrand, aber gluecklich wegen des Fotos ging es wieder zurueck nach Kratie. Schade das diese Tiere bald an einer Hand abgezaehlt werden koennen....



Eine leckere Erfrischung brachte eine Kokosnuss am Strassenrand. Geoeffnet wurde die Kokosnuss von einem kleinen Jungen, der kaum das Messer halten konnte. Aber wie man sehen kann hat er es geschafft.



Kurz vor unserer LANGEN und komplizierten Reise nach Pakse (dazu spaeter mehr) wurde wir Zeugen einer Hochzeit, die einfach mitten auf der Strasse stattfand. Die Khmer haben hier gemaess ihrer Tradition ein richtig grosses Fest veranstaltet mit vielen Gaesten und noch mehr Essen. Die Einladung zum Mitessen lehnten wir dankbar ab, da der Bus bereits auf uns wartete.



Die darauf folgenden Stunden sollten leider ein ganz anderes Licht auf Kambodscha werfen.

Back in Phnom Penh

Schon auf der Fahrt nach Phnom Penh war der Hoehepunkt fuer Anna schon erreicht!! Welpenalarm!!!!



Diesmal waehlten wir eine Unterkunft direkt am See und haben damit eigentlich alles richtig gemacht. Ein sehr ruhiges und idyllisches Phnom Penh.



Das Gegenteil zur Idylle am See liefert der Stadtverkehr am Abend. Laut, dreckig und staubig... Man hat das Gefuehl als rauchte man mit jedem Atemzug 10 Zigaretten.

Den Nachmittag, den wir noch zur Verfuegung hatten bevor es nach Kratie in den Norden gehen sollte nutzen wir, um uns mit der nahen Vergangenheit Kambodschas auseinanderzusetzen. Zunaechst ging es in das Toul Sleng Museum, einem ehemaligen Gefaengnis der Khmer Rouge und danach zu den killing fields, einem Massengrab fuer die Opfer der Khmer Rouge. Hierhin wurden die Gefangenen transportiert und auf grausame Weise exekutiert. Fuer uns war es sehr wichtig auch diesen Teil der Geschichte des Landes zu verstehen.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Sihanouk Ville

Nach langer Abstinenz sind wir nun wieder auf Sendung. Wir hatten irgendwie Probleme mit dem Hochladen der Bilder. Aber jetzt gehts wieder ans Werk um euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Unsere Reise fuehrte uns weiter nach Sihanoukville, eine Stadt im Sueden von Kambodscha direkt am Golf von Thailand. Ausspannen am Strand war das Hauptziel...!

Unser Gasthaus gehoerte einem Englaender und nannte sich Monkey Republic. So stellt sich der Europaeer das Paradies vor.... Palmen, Bambushuetten und eine nette Bar.


Wir sind natuerlich sofort nach der Ankunft zum Meer gelaufen und wir wurden nicht enttaeuscht. Das Problem war leider, dass es zu viele penetrante Strandverkaeufer und Bettler gab, was den Spass am Strand doch ein wenig eintruebte. Deswegen entschlossen wir uns am naechsten Tag an einen privaten Strand zu gehen, der zwar etwas gekostet hat, aber dafuer hatten den Strand fuer uns alleine, da es in der Nebensaison kaum Touristen in diese Regionen verschlaegt.



Nach einem chilligen Vormittag mietet wir uns einen Roller und duesten zu einem abgelegenen Wasserfall ausserhalb der Stadt.



Wie unschwer zu erkennen ist, sieht es da im Hintergrund stark nach Regen aus, aber stur wie wir sind haben wir den Gashahn aufgedreht und sind weitergefahren. Noch trocken angekommen wurden wir nur Sekunden spaeter vom Monsum ueberrascht. War waren nur ein paar Sekunden im Regen, was aber gereicht hat um wirklich KLATSCHNASS zu werden. Die Wartezeit wurde aber durch einen kleinen Sprachkurs in Khmer - Englisch verkuerzt.
Nachdem Regen gings dann ab zu den Wasserfaellen. Uns erwarteten mal wieder Kinder mit riesigen Koerben auf dem Kopf, die uns was verkaufen wollten.



Wer das Tragen der Koerbe beherrscht seht ihr ja selbst....Anna gehoert scheinbar nicht dazu ;)

Zwei dieser Maedels wurden zu unseren Tourguides durch die Wasserfaelle. Sie bestachen uns mit sehr viel Suessigkeiten und halfen uns auf Schritt und Tritt ueber das schwierige Gelaende.



Entspannt und ausgeruht gings wieder zurueck nach Phnom Penh, um unser Visa fuer Laos abzuholen...


Der 2. Tag in Phnom Penh

Am naechsten Morgen zog es uns zum Central Market in Phnom Penh. Hier haben wir mal wieder gemerkt,wie weit wir von zu Hause weg sind. Es gibt wirklich JEDE erdenklich Tierart inklusive aller Koerperteile, der Geruch ist sehr gewoehnungsbeduerftig und generell verliert man schnell die Orientierung in den Veraestelungen des Marktes, da hier das asiatische Chaos quasi perfektioniert wurde.




Unser Fruehstueck von der Garkueche auf dem Markt

Weiter gings mit dem Cyclo, einer vom Aussterben bedrohten Fortbewegungsmittel, zum Russian Market. Die Fahrt war sehr langsam, aber dafuer konnte man sich die Umgebung sehr genau anschauen und man nahm unmittelbar am Verkehrsgewusel teil. Christophers Fahrer hatte doch ein wenig zu kaempfen.....woran das wohl lag?? Bei Anna hingegen ging die Fahrt sehr flott voran.



Abends sind wir dann noch ein wenig durch Phnom Penh geschlendert und haben die Atmosphaere der kuehlen Abendstunden genossen.



Unser Abendsessen nahmen wir wieder einem scheinbar sehr edlen Khmerrestaurant ein. Die Bedienung kam zu uns und fragte ob wir eine Portion Reis "rice" wollen, was wir natuerlich bejaht haben. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie "advice" meinte. Diese Anleitung war noetig, da wir ohne diese nicht gewusst haetten wie man das ueberhaupt zubereitet. Das besondere an diesem Essen war, dass es direkt auf dem Tisch gekocht wurde.



Das waren unsere 2 tollen Tage in Phnom Penh, doch bald werden wir wieder zurueck kommen, um unser Visum fuer Laos abzuholen. Nach diesen anstrengenden Tagen ging unsere Reise nach Sihanoukville, um ein wenig am Strand am Golf von Thailand auszuspannen.